21.06.2010 - Page - Valley of The White Ghosts
(Wahweap Hoodoos)

Valley of the White Ghosts

Für den heutigen Tag hatten wir uns nach dem anstrengenden und eindrucksvollen Wochenende eigentlich nicht sehr viel vorgenommen, doch mussten wir dennoch früh aus den Federn. Schließlich wollten wir das Valley of The White Ghost mit seinen weißen Geistern in voller Schönheit erleben, und wie wir vorab gelesen hatten handelte es sich hier um eine klassische Morgen-Location.

So machten wir uns um 06.30 Uhr mit unserem Urby auf den Weg, fuhren ca. vierzig Kilometer auf der US 89 bis zur Abzweigung Cottonwood Canyon Road, wo bereits nach nur wenigen hundert Metern der Weg offroad nach Osten abzweigte.

Wahweap HoodoosWahweap HoodoosWahweap Hoodoos

Die kleine Straße war anfangs wie ein einfacher Feldweg zu befahren. Rechts und links wurde unsere Fahrt gesäumt von gelb blühenden Wiesen und wir sahen Gabelbockhirsche, die sich durch uns überhaupt nicht beeindrucken ließen. Wie schön war es hier an diesem Morgen entlang zu fahren. Ray und ich alleine in dieser beeindruckenden Natur, die absolute Stille, die herbe Lieblichkeit der Landschaft, dazu die frische Morgenluft - wir freuten uns und waren gespannt, wie sich unsere Tour weiterentwickeln würde. Umgeben von hohen Felswänden wurde die Strecke zwischendurch felsiger, Steinplatten waren zu überwinden, beeindruckende Dips, die unser Urby mit seinem langen Radstand dank Ray's vorsichtigen Agierens gut meisterte, und nach ca. 18 Kilometern Fahrt auf dieser Strecke erreichten wir die Stelle, an der Urby sich auf eine kleine Pause freuen durfte. Ab jetzt war ein kleiner Fußmarsch angesagt.

Wahweap HoodoosWahweap HoodoosWahweap Hoodoos

Unser Hike startete um 7.45 Uhr und führte uns durch das trockene, aber noch nicht wirklich ausgetrocknete Flußbett des Wahweap Creeks.Wahweap Hoodoos Wahweap Hoodoos Der Weg war einfachst zu gehen, gestaltete sich dann aber trotzdem beschwerlich. In dem feuchten Sand hatten nämlich ganz offensichtlich Millionen von winzigkleinen schwarzen Stechmücken eine ideale Brutstelle, und mit jedem Schritt, den wir durch den Sand liefen, störten wir diese kleinen Ungeheuer, die sich umgehend an uns rächten.Überall, an den Beinen, Armen, Händen, am Hals, am Kopf und natürlich im Gesicht, nichts war von diesen kleinen Viechern sichern, und wild um uns schlagend und mächtig zerstochen sahen wir nach etwa 20 Minuten die ersten Geister, die im blendenden Weiß zu uns herüber grüßten. Der weiße Kalkstein bzw. Gips, aus dem die Ghosts beschaffen sind, leuchtete strahlend gegen den tiefblauen Morgenhimmel, die rotbraune Kappe bildete dazu einen markanten Kontrast. Grazil und hoch nach oben gestreckte Felsspitzen mit dunkelen Steinhütchen, elegant, geheimnisvoll und unnahbar, in einer reizvollen unberührten Landschaft. Es war herrlich, genau so wie wir es schon auf unzähligen Fotos gesehen hatten, nur noch schöner, denn wir waren ja jetzt live vor Ort, und konnten mit eigenen Augen diese Schönheiten der Natur bewundern. Wir waren hingerissen und begeistert.

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Wir ignorierten also so gut es ging die stechenden Plagegeister und erforschten das Vally of the White Ghosts in seiner landschaftlich so reizvollen Gegend. Nach einer Stunde hatten wir die Geister aus allen denkbaren Perspektiven fotografiert und hätten uns gerne einfach noch ein wenig hingesetzt und den Anblick genossen, aber wegen dieser schwarzen Stechbiester was ein längeres Verbleiben einfach nicht denkbar. Wir sahen ohnehin schon aus wie Streuselkuchen, und würden uns somit auch in den nächsten Tagen mehr oder weniger freiwillig an diese wunderschöne Herrlichkeit erinnern.

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Wieder auf der US 89 angekommen gab es noch einen Abstecher zu einem Scenic View auf den Lake Powell, den wir beide noch nicht kannten und der wirklich einen berauschend schönen Ausblick auf den tiefblauen See bot. Und auch hier hatten wir Glück, war doch gerade keiner der Touristenbusse vor Ort, die hier ihre Touris regelmäßig zu einem Fotostop aus dem Bus schicken. Wir waren gerade mal 10 Minuten vor Ort als einer dieser Busse auf den Parkplatz fuhr und eine Horde fotografierwütiger Japaner ausspuckte. Da war es natürlich aus mit der Ruhe, und wir zogen es vor zu flüchten.

Lake PowellLake PowellLake Powell

In Page angekommen machten wir nochmals einen Zwischenstop bei einem Scenic View auf den Colorado und den Glen Canyon Dam, der uns ebenso unbekannt war wie zuvor der Ausblick auf den Lake Powell. Allerdings war es hier gänzlich still, friedliche Ruhe umgab uns, so dass wir hier eine Weile verweilen und dem Colorado zusehen konnten. Der Vormittag war jetzt ziemlich vorüber und wir hatten schon wieder so unglaublich viele schöne Eindrücke genossen! Wie sollte man das nur alles verarbeiten?

Glen Canyon DamGlen Canyon DamGlen Canyon Dam

Nachdem wir uns noch ein spätes Frühstück gegönnt und ein paar Einkäufe getätigt hatten zogen wir uns in unser Hotel zurück, um dort nochmal ausgiebig Pooltime zu genießen. Hier konnten wir nochmal vor uns hin träumen und die aufregenden Erlebnisse der vergangenen Tage Revue passieren lassen.

Ein gutes Abendessen und eine Margarita für Ray beim Mexikaner in Page rundeten diesen Tag und damit die Urlaubstage in Page ab, die unvergesslich für uns sein würden.

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letzte Aktualisierung: 17.11.2016